CarsharingBocholter Aa

AKTUELL:  Genehmigt durch die LAG 

… auf einen Blick …
Ziel Projektträger Kosten Förderhöhe Laufzeit
In der Bevölkerung Region Bocholter Aa einen Umdenkungsprozess hinsichtlich der Individual-Mobilität in Gang zu setzen. LAG Bocholter Aa 294.644,00 Euro 65 %   26 Monate

Mehr als jeder dritte Haushalt im Kreis Borken besitzt einen Zweitwagen, 7% sogar drei oder mehr Autos. Das hat eine im Jahr 2015 durchgeführte Mobilitätsbefragung ergeben. Haushalte mit Kindern verfügen dabei am häufigsten über zwei oder mehr Autos.
Der Zweitwagen wird im Wesentlichen für den Transportdienst der eigenen Kinder, Einkaufsfahrten und Arztbesuche etc. eingesetzt, wobei sich der Aktionsradius des Zweitwagens größtenteils auf den eigenen Ort beschränkt.
Dem Nutzen des Zweitwagens mit einer hohen Flexibilität stehen viele Nachteile gegenüber: Das Auto steht größtenteils nur herum, nimmt – auch öffentliche – Fläche in Anspruch, verbraucht bei der Herstellung erhebliche Ressourcen und ist zudem recht teuer: Im Durchschnitt verursacht ein Zweitwagen Kosten von mindestens 200-400 Euro pro Monat. Auch vor dem Hintergrund der Klimaziele sollte der Trend des steigenden PKW-Besitzes nicht weiter zunehmen und muss im Idealfall sogar wieder abnehmen.
Da im ländlichen Raum niemand ohne eine gute Alternative seinen Zweit-/ Drittwagen aufgeben möchte, hat die LEADER-Region das Projekt „Nachbarschaftliches Carsharing in Wohngebieten“ ins Leben gerufen. Innerhalb der Pilotphase sollen 10 Nachbarschaften/ Quartiere der LEADER-Region Bocholter Aa (zwei pro Kommune) mit jeweils zwei E-Autos und der entsprechenden Ladeinfrastruktur ausgestattet werden. Da die E-Autos in der Nachbarschaft geparkt werden können und zudem nur einem begrenzten Teilnehmerkreis zur Verfügung stehen, entsteht den Teilnehmenden im Vergleich zu „normalen“ Carsharing-Diensten, kein Komfortverlust.

 

Die Bewerbungsphase ist eröffnet – werden Sie Teil des Modellprojektes:

 

Teilnahme-/ Rahmenbedingungen für Interessierte

  • Die Haushalte befinden sich im Gebiet der LEADER-Region „Bocholter Aa“. Dazu zählen die Kommunen Bocholt (ohne Kernstadt, s.u. LES Bocholter Aa, Seite 5-6, Gebietsabgrenzung), Borken, Isselburg, Rhede und Velen.
  • Es bewirbt sich im Idealfall ein Zusammenschluss von ca. 6-8 Haushalten, die in räumlicher Nähe zueinander liegen (z.B. Teil einer Nachbarschaft, Quartier). Aber auch kleinere/größere Einheiten sind denkbar. Einzelne Haushalte können nicht teilnehmen.
  • Pro Nachbarschaft/ Quartier sollte es eine/n Ansprechpartner*in geben.
  • Die interessierten Nutzer*innen besitzen einen gültigen Führerschein, sind mindestens 18 Jahre alt und verfügen über eine Bezahlmöglichkeit (z.B. Kreditkarte, Paypal)
  • In dem ausgewählten Quartier gibt es zwei zusammenhängende öffentliche Parkplätze (wenn möglich), da eine Ladesäule mit zwei Ladepunkten installiert werden soll.
  • Die Teilnehmenden erklären sich dazu bereit, über ihre Erfahrungen zu berichten (z.B. in persönlichen Treffen oder mit Online-Befragungen), so dass die Ergebnisse in einem Abschlussbericht zusammengefasst werden können, mit dem Ziel eine Verstetigung des Projektes zu erzielen und die Idee/ Erfahrungen auch für andere LEADER-Regionen zugänglich zu machen.

 

Bewerbung

  • Bis zum 19.08.2022 können sich interessierte Haushalte für die Teilnahme am LEADER-Projekt bewerben.
  • Füllen Sie hierfür einfach das Bewerbungsformular aus und senden es bis spätestens zum 19.08.2022 per Mail an: regionalmanagement@leader-bocholter-aa.de
  • Kontaktieren sie die dortigen Ansprechpartner gerne bei Fragen.

 

Ablauf des Projekts

  • Bewerbungsphase bis zum 19.08.2022
  • Anschließend Auswahl der 10 Wohngebiete
  • Installation der Lade-Infrastruktur
  • Technische Einweisung der Haushalte und 24/7 Support durch E-Carsharing-Dienstleister
  • Anschließend Umsetzungs-/ Pilotphase, die voraussichtlich im September 2022 beginnt und Oktober 2023 endet.

 

Digitale Informationsveranstaltungen

Digitale Sprechstunden zum Klären von Fragen rund um das Projekt

 

Wichtige Downloads

  • Bewerbungsformular – Grundlage zur Teilnahme am Projekt
  • Factsheet – Infoblatt mit allen Infos rund um das Projekt
  • FAQ – wesentliche Fragen zur Nutzung der gemeinschaftlich genutzten Fahrzeuge
  • LES –  Bocholter Aa, Hinweis zur Gebietsabgrenzung für Bocholt. (Seite 5-6)

 

Ziele

  • Trend des steigenden Motorisierungsgrades unterbrechen (im Kreis Borken lag die PKW-Dichte im Jahr 2015 über dem NRW-Durchschnitt)
    und perspektivisch die Zahl der Zweit- oder Drittwagen reduzieren.
  • Das Projekt animiert zur Abschaffung eines Zweitwagens oder verhindert die Anschaffung eines Zweitwagens (Ressourcenschutz) von weiteren „Nachbarn“, da die zu erwartenden positiven Auswirkungen einen Nachahmeffekt hervorrufen.
  • Alternatives und dennoch flexibles Mobilitätsangebot schaffen, dass einen Umdenkungsprozess hinsichtlich der Individual-Mobilität in Gang setzt: Notwendige Autofahrten sind auch ohne einen eigenen PKW und ohne Komfortverlust möglich, was dann in einem weiteren Schritt zur Einsicht führen kann, dass für viele Dinge auch das Fahrrad die natürliche erste Wahl des Verkehrsmittels für die innerörtliche Mobilität sein kann.
  • Ausbau der E-Mobilität + E-Infrastruktur im ländlichen Raum fördern.
  • Ausstoß klimaschädlicher Gase in der Region verringern und damit einen Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele leisten.
  • Abhängigkeit vom eigenen PKW in der LEADER-Region Bocholter Aa reduzieren.
  • Bürger*innen die Möglichkeit geben, Erfahrungen mit einem E-Auto zu sammeln.
  • Alternativen bzw. Ergänzung zum ÖPNV aufzeigen/ erproben.
  • Ressourcenverbrauch senken

 

Projektträger/Ansprechpartner:

LAG Bocholter Aa
Alexander Jaegers

 

 

Presseclipping:

Bericht aus dem BBV vom 03.09.2021

Artikel_BBV_September21

Bericht aus dem BBV vom 28.05.2022

BBV_28.05.E-Carsharing

Bericht aus der Borkener Zeitung vom 03.06.2022

Borkener Zeitung_03.06._Carsharing
Bericht aus der Borkener Zeitung vom 18.06.2022 von Lars Johann-Krone

BZ_18.06._Johann-Krone

 

 

 

 Bitte beachten Sie: Das Projekt ist noch nicht von der Bezirksregierung Münster bewilligt und befindet sich daher auch noch nicht in der Umsetzungsphase.
Nachbarschaftliches Carsharing in Wohngebieten