Foto_Viadukt_Barlo

• AKTUELL: Genehmigt durch die LAG •

… auf einen Blick …
Ziel Projektträger Kosten Förderhöhe Laufzeit
Aufwertung des Viadukt – Zugänglichkeit für Besucher – Verbreitung der Geschichte des Viadukts
„Vördessen Boorle“ Verein für Heimatpflege e.V.
EUR 99.000
65 %   24 Monate

 

Das Viadukt, die ehemalige Eisenbahnbrücke, im Bocholter Ortsteil Barlo ermöglichte der ehemaligen Bahnstrecke Bocholt – Winterswijk die Überquerung des Holtwicker Baches.
Dieses Viadukt stammt aus der Zeit von 1879/80. In dieser Zeit wurde die Strecke als Abzweig zur Bahnstrecke Zutphen – Winterswijk – Gelsenkirchen (1875) gebaut. Sie ermöglichte als Ausweichstrecke die Versorgung der Industrie in Winterswijk mit Kohle aus dem Ruhrgebiet und den Abtransport von Holz für den Bergbau. Die Strecke wurde im Jahre 1880 für das Publikum freigegeben und war bis Juli 1930 in Betrieb. Im Jahr 1938 scheiterte eine Verhandlung der Wiedereröffnung dieser Strecke. Die Schienen lagen noch einige Jahre nach dem 2. Weltkrieg, auf deutscher Seite, bis an der Grenze zu den Niederlanden. Später wurden die Schienen bis kurz vor dem Barloer Bahnhof demontiert.
Es ist das einzige Viadukt im Umkreis von über 30 km, das für die Überquerung von Gewässern gebaut wurde. Außerdem ist es neben dem nur teilweise erhalten Bahnkörper das einzige Objekt, das noch Zeugnis ablegt von der mal real existierenden Bahnstrecke zwischen den Nachbarländern Deutschland und den Niederlanden zwischen Winterswijk und Bocholt.
Heute handelt es sich um eine als überregionale Fahrradverbindung ausgewiesene grenzüberschreitende Waldwegstrecke, die als Fuß- und Radwegeverbindung stark frequentiert ist. Das Viadukt ist allerdings durch Wasser, Hochwasser usw. stark beeinträchtigt. Zudem ist es durch Bewuchs und steile Hänge nicht zugänglich und somit für die Besucher etc. nicht anschaubar.
Das Viadukt soll daher aufgewertet und den Besuchern zugänglich gemacht werden. Zudem sollen Informationen zur Geschichte des Viaduktes zur Verfügung gestellt werden.
Konkret sind dazu die folgenden Maßnahmen geplant:
  • Gehölzentfernung
  • Inwertsetzung durch Erhaltung/ Erneuerung der Mauerwerke etc.
  • Anlegung von Anschauungs-Plattformen, ca. 1,5 Meter über der Bachsohle, beidseitig der Brücke, mit Zuwegungen als Rampe – bzw. Treppenanlage
  • Begrünung
  • Schaukasten mit Informationen, graphischen Darstellungen und Bildern
Einige der Aufgaben werden dabei vom Heimatverein als Projektträger in Eigenregie übernommen. Dazu gehören:
  • Gehölzentfernung, Entsorgung, Umfeldreinigung, Sicherung Baustelle
  • Aufräumen des Bachbettes und der Bachsohle
  • Mauersteinsicherung und Lagerung für die Wiederverwendung
  • Vorbereitung der Zuwegung für die Treppen- und Rampenanlage
  • Aufstellen der Schaukästen
Eigentümerin des Geländes ist die Familie Salm-Salm, Pächterin ist seit Jahren die Stadt Bocholt.

Projektziele:

Durch die Anlegung der Rampe- bzw. Treppenanlage zu den Anschauungs-Plattformen sollen die Besucher zum Verweilen eingeladen. Dadurch soll zeitgleich der Radweg durch eine Attraktion ergänzt und aufgewertet werden. Mit der Inwertsetzung des Mauerwerks und mithilfe des Schaukasten sollen außerdem die Bedeutung und Einzigartigkeit des Bauwerkes im Raum Bocholt näher gebracht werden. Dies gilt insbesondere auch für die umliegenden Schulen und Kindergärten. Die Zuwegung und Plattformen sollen zudem und insbesondere das Viadukt zugänglich und so die alte Baukunst für die jetzigen und die nachfolgenden Generationen anschaulich machen.

Mit dem Projekt sollen folgende Zielgruppen angesprochen werden

  • (Rad-)Touristen
  • Spaziergänger
  • Tagesausflügler
  • Bewohner*innen
  • Schulklassen
  • Kindergärten

Projektträger/Ansprechpartner:

„Vördessen Boorle“ Verein für Heimatpflege e.V.
Franz Josef Groß-Hardt

 

Bitte beachten Sie: Das Projekt ist noch nicht von der Bezirksregierung Münster bewilligt und befindet sich daher auch noch nicht in der Umsetzung.

Aufwertung der einstigen Eisenbahnbrücke (Viadukt) über den Holtwicker Bach in Bocholt – Ortsteil Barlo