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AKTUELL: Bewilligt und in der Umsetzungsphase •

Dank der vor gut 200 Jahren beginnenden Landvermessung konnten zum ersten Mal auch in der Region Bocholter Aa geometrisch genaue Karten, die eine genaue Beschreibung über die Lage und Größe von Grundstücken ermöglichten, erstellt werden. Hieraus ließ sich ein Grundbuch erstellen, worin der Nachweis über Eigentum an Grund und Boden geführt wird. Seitdem haben sich sowohl die Technik und das Verfahren als auch die Landnutzungsform grundlegend geändert, was vielen Menschen in der Region nicht bewusst ist.

… auf einen Blick …
Ziel Projektträger Kosten Förderhöhe Laufzeit
Die Themen „Flurbereinigung und Landvermessung im Wandel der Zeit“ sollen im Rahmen dieses Projektes in Form eines mobilen Museums einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Interessengemeinschaft Geometerpfad e.V. EUR 50.000,-
65 %  4 Monate

In der LEADER-Region Bocholter Aa läuft zudem in den Gemarkungen Rhedebrügge und Krommert seit 1976 ein Flurbereinigungsverfahren, welches voraussichtlich in 2 Jahren abgeschlossen sein wird. Auch hier ist der Bevölkerung häufig unbekannt, was ein Flurbereinigungsverfahren beinhaltet und welche Auswirkungen dieses z.B. auf landschaftliche Veränderungen in der Region hat.

Diese Themen „Flurbereinigung und Landvermessung im Wandel der Zeit“ sollen im Rahmen dieses Projektes in Form eines mobilen Museums einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Dazu soll ein Drehschemelanhänger/Kofferanhänger angeschafft und als Museum eingerichtet und gestaltet werden. Der Anhänger hat eine Größe von ca.  6,2 m Länge, 2,1 m Breite und 2,2 m Höhe. Er wird mit einem Regalsystem, Stellplätzen und Vorrichtungen zum Aufhängen von Kartenmaterial ausgestattet. Auf dieser Fläche sollen alte Preußische Landkarten, Landschaftsbilder vor und nach der Flurbereinigung, alte Vermessungsgeräte, Handrechenmaschinen, alte Schreibmaschinen, Rechenschieber, Planimeterharfe etc. entsprechend präsentiert werden. Bei den Ausstellungsstücken handelt es sich größtenteils um Sammlerstücke der Mitglieder der Interessensgemeinschaft Geometerpfad e.V. Beide Seiten des Anhängers sollen mit einer Glasfront (Sicherheitsglas) ausgestattet werden, so dass jederzeit ein Blick in das Innere geworfen werden kann. Die Glasfront kann durch Rollladen geschützt werden. Zudem soll der Anhänger über vier Neonleuchten und eine Klimaanlage mit Heizfunktion verfügen, so dass das Museum auch bei kalten Temperaturen angenehm zu besichtigen/ zu nutzen ist.

Das mobile Museum könnte zum einen an geeigneten Plätzen am Radweg Bocholter Aa positioniert werden; z.B. an der Ruthenbank; im Bereich Dirdingweg/alte Mülldeponie; Freizeitgelände Pröbsting etc. zur ganztägigen Außenbesichtigung (bei guter Wetterlage). In den Sommermonaten ist der Radweg eine beliebte Route für Touristen und Tagesausflügler. Diese können dann während ihrer Tour durch die Fensterfront die Ausstellungsstücke betrachten.

Zum anderen könnte der Anhänger in den Kommunen stationiert werden. Dies böte sich z.B. bei Veranstaltungen wie dem Frühlingsfest, Klumpensonntag oder dem Weihnachtsmarkt an. Dabei können seitens des Projektträgers auch Führungen angeboten werden. Der Besuch einer Veranstaltung könnte somit durch den Besuch des mobilen Museums ergänzt werden.

 

Zusätzlich soll das mobile Museum vor allem direkt an Schulen vor Ort zum Einsatz kommen. Dort könnte es z.B. auf dem Schulhof positioniert werden. So könnte eine Unterrichtseinheit direkt in bzw. rundum das Museum stattfinden. Möglich wäre auch eine zusätzliche AG mit mehreren Einsätzen im Museum.
Bei Bedarf können sich Interessierte auch bei der Interessensgemeinschaft Geometerpfad (0176-53056454) melden. Nach Absprache und Anmeldung könnte z.B. eine Führung für eine interessierte Gruppe vor Ort organisiert werden.

Weitere Infos auch auf der Website: www.geometerpfad.de

 

Projektziele: 

Ziel soll es sein, der jetzigen jungen Generation – und kommenden Generationen – aufzuzeigen, wie mühsam es einmal gewesen ist, eine genaue Vermessung der Erdoberfläche und die Lagegenauigkeit von Grundstücken festzustellen. Das Gesamtprojekt wird demnach in erster Linie als Lern- und Schulobjekt angesehen, weil sowohl die Möglichkeit zur praktischen Ausübung wie auch das Kennenlernen der früher verwendeten Geräte besteht. Dazu sollen mindestens zweimal im Jahr Aktionstage angeboten werden. Diese richten sich zum Teil speziell an Schulklassen und zum anderen Teil an alle Interessierte.  An diesen Tagen können die Besucher ihre Kenntnisse im praktischen Feldmessberuf, dem heutigen Vermessungstechniker, erproben und ausüben.
Durch das Projekt sollen insbesondere Schulklassen in Zusammenarbeit mit der Schulleitung angesprochen werden, aber auch die jeweiligen Benutzer des Radweges der Bocholter Aa und die Bewohner der Region.

 

 

Projektfortschritt
 24.05.2019: Bewilligungsbescheid und Startgespräch.

 Mobiles_Museum_Startgespräch

Bild vom Startgespräch zu diesem Projekt:
Werner Stenkamp, Alois Nienhaus, Lioba Galliet (Regionalmanagerin), Hubert Seggewiß (alle von der Interessengemeinschaft Geometerpfad)

 

20.09.2019: Der Umbau des Anhängers zum „mobilen Museum“ schreitet voran. 

Mobiles Museum (1) Mobiles Museum (2)
 IMG_1664

 

 

 

 

 

 

Projektträger/Ansprechpartner: 

Interessengemeinschaft Geometerpfad, e.V. – Alois Nienhaus

 

 

 

Mobiles Museum „Landvermessung früher und heute!”