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• AKTUELL: Bewilligt und in der Umsetzung •

 

Bereits im Jahr 2012 wurde durch die KVWL (kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe) darauf hingewiesen, dass die hausärztliche Versorgung in der Region Bocholter Aa aufgrund der demografischen Entwicklung sowohl bei den Ärztinnen/Ärzten als auch bei den Patient/innen/en gefährdet ist. Angesichts dieser Fakten haben sich die drei Kommunen Bocholt, Rhede und Isselburg in Zusammenarbeit mit dem Ärztenetz BOHRIS zu einem gemeinsamen Vorgehen für eine lebenswerte Region entschieden. Die medizinische Versorgung soll als eine wichtige Säule der Daseinsvorsorge für die Region sichergestellt werden.

… auf einen Blick …
Ziel Projektträger Kosten Förderhöhe Laufzeit
Durch das Projekt soll eine sichere medizinische Versorgung der Patienten in den Städten Bocholt, Rhede und Isselburg erreicht werden.
Die Arbeitsbedingungen der Ärzte soll gleichzeitig attraktiv gestaltet werden, so dass auch ärztlicher Nachwuchs gewonnen und gefördert werden kann.
Stadt Bocholt
Berliner Platz 1
46395 Bocholt
EUR 170.700,-
65 % ca. 27 Monate

Das Thema medizinische Versorgung betrifft die ganze Region, da es von grundsätzlicher Bedeutung für die Infrastruktur einer Region ist. Wo keine medizinische Versorgung sichergestellt werden kann, gibt es keine Neuansiedlung von Firmen und / oder von Bürger/innen. Eine solche Region wird von der Bevölkerung als nicht lebenswert wahrgenommen. Über die notwendige allgemeine ärztliche Versorgung hinaus wird durch dieses Projekt auch der Wirtschaftsstandort gestärkt. Im Rahmen der Fachkräftesicherung und -gewinnung ist die ärztliche Versorgung ein zentrales Thema in der Unternehmerschaft. Somit ist die gesicherte ärztliche Versorgung ein wesentlicher Standortfaktor, der sich positiv auf die regionale Wirtschaft auswirkt.

Da die Stadt Bocholt in Zusammenarbeit mit den Städten Rhede und Isselburg sich schon früh mit dem Thema auseinandergesetzt hat, kann dieses Projekt auch für andere Kommunen Ausstrahlungscharakter haben. Das Landesministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter ist schon auf die Aktivitäten in der Region und die damit verbundene Unterstützung durch die Städte Bocholt, Rhede und Isselburg aufmerksam geworden, und hat das Engagement als beispielhaft bezeichnet. Ein Mehrwert wird durch eine verbesserte Kommunikation, Kooperation, abgestimmte Absprachen bei bestimmten Krankheiten, effektivere Versorgungslösungen z.B. bei der Pflegeheimversorgung und durch ein gemeinsames Auftreten gegenüber der KVWL (Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe) für die Region erreicht. Von den Erfahrungen im Rahmen dieses Projektes und natürlich auch mit der Gründung und Vernetzung weiterer Ärztenetze profitiert die gesamte LEADER- Region.

Am Ende dieses Projektes soll das Ärztenetz ein fester Bestandteil in der ambulanten Versorgung in der Region sein. Es sollen möglichst alle ambulant tätigen Ärztinnen/Ärzte Mitglied im Ärztenetz sein.

Auf Dauer soll durch das Ärztenetz eine sichere medizinische Versorgung der Patient/innen/en in den Städten Bocholt, Rhede und Isselburg erreicht werden, und dies bei guten und attraktiven Arbeitsbedingungen für die Ärztinnen/Ärzte. Da die Zukunft der medizinischen Versorgung weiblich wird, sind nachhaltige familienfreundliche Strukturen in den Kommunen der Region vorzuhalten.

Projektziele:

  • Sicherstellung der ambulanten Versorgung
  • Gewinnung, Förderung und Begleitung des ärztlichen Nachwuchses
  • Verbesserung der kollegialen Zusammenarbeit
  • Gestaltung der Fort- und Weiterbildung der Ärztinnen/Ärzte und Mitarbeiter/innen
  • Schaffung neuer Versorgungslösungen
  • Initiieren und Intensivieren der Zusammenarbeit mit Kooperationen
  • Effizienzsteigerung der täglichen ärztlichen Arbeit und dadurch die Möglichkeit, steigende Patientenzahlen zu bewältigen und mehr Zeit für jede/n einzelne/n Patient/in/en zu gewährleisten.
Netzmanagerin Romy Lauer
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Am 1. August 2018 trat Romy Lauer ihren Dienst als Netzmanagerin in enger Zusammenarbeit mit dem Ärztenetz BOHRIS e.V. an.
Romy Lauer wird Elisabeth Böing vom Zukunfts- und Strategiebüro der Stadt Bocholt, die das Projekt zusammen mit Ärzten aus der Region initiiert hat, tatkräftig unterstützen. Dr. Ulrike Frye und Dr. Michael Adam vom Ärztenetz BOHRIS begrüßten Lauer an Ihrem ersten Arbeitstag und freuen sich auf ein gutes und zukunftsorientiertes Miteinander.

Die Gesundheitswissenschaftlerin hat in Maastricht studiert und war bisher in Ulm als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektmanagerin tätig. Zurzeit ist sie in der Endphase ihrer Promotion, die sie voraussichtlich im nächsten Jahr abschließen wird. “Ich freue mich schon sehr auf die enge Zusammenarbeit mit den verschiedenen Akteuren im Gesundheitswesen und darauf, einen aktiven Beitrag für die Verbesserung der Versorgung in der LEADER Region zu leisten”, betont Lauer.
Romy Lauer ist bei der Stadtverwaltung Bocholt im Zukunfts- und Strategiebüro unter der Telefonnummer +49 2871 953-325 und per E-Mail unter romy.lauer@mail.bocholt.de zu erreichen.

 

Projektträger / Ansprechpartnerin: Stadt Bocholt / Elisabeth Böing (02871/953-461 · Elisabeth.Boeing@mail.bocholt.de)

(Vorschaubild oben + Foto Romy Lauer: @ Bruno Wansing, bocholt.de

Projekt: “Medizinisch gut versorgt und vernetzt in der Aa-Region”