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• AKTUELL: Antrag bei Bezirksregierung Münster zurückgezogen •

Die LAG und die Bezirksregierung Münster hatten sich sehr für das Projekt eingesetzt. Ging es doch darum, dass privaten Trägern von kleineren Maßnahmen mit einem geringen Volumen (auch unterhalb der Bagatellgrenze) der Zugang zu LEADER-Fördermittel erleichtert werden sollte.

Dazu sollte ein Rahmen für kleinere Projekte beantragt werden, der dann sukzessive während der Projektlaufzeit mit kleineren Vorhaben gefüllt wird. Dabei sollte die Antragstellung, Abrechnung etc. komplett über den LEADER-Verein laufen, um die Träger von den administrativen Lasten einer Projektförderung zu befreien.

Aber auch das ist LEADER: Nicht jedes Projekt, welches von der LAG für gut befunden und genehmigt wird, kann auch immer umgesetzt werden. Denn leider wurden an dieses Projekt seitens des Fördergebers Bedingungen geknüpft, welche einer unbürokratischen Unterstützung der kleineren privaten LEADER-Akteure entgegensteht. So sollten zum Beispiel bereits alle Einzelmaßnahmen bei der Antragstellung konkret feststehen und beschrieben werden. Vor allem hätten diese auch oberhalb der Bagatellgrenzen liegen müssen. Zudem hätten auch für alle Maßnahmen zur Antragstellung sogenannte  „Plausibilisierungsunterlagen“ zur Untermauerung der beantragten Kosten eingereicht werden müssen. Das hätte wiederum eine effiziente Projektumsetzung schwierig gestaltet.

Da sich diese Art der Umsetzung nicht mit der von der LAG gewünschten Zielsetzung deckte, wurde sich in Abstimmung mit der Vorsitzenden der LEADER-Region, Frau Bürgermeisterin Schulze Hessing, darauf geeinigt, von einer Antragstellung des Projekts „Rahmenprojekt: LEADER für Bürger/Innen“ Abstand zu nehmen und den Antrag zurückzuziehen.

Sollten Sie Fragen hierzu haben, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Projektbeschreibung:

Aus der letzten LEADER-Förderphase kam immer wieder die berechtigte Kritik, dass sich viele private Akteure (Bürger/innen, Vereine etc.) im LEADER-Programm aufgrund der hohen administrativen Hürden nicht engagieren und sich nicht trauen würden, einen Förderantrag einzureichen. Gerade kleinere Maßnahmen scheiterten daher häufig an hohen zeitlichen Vorläufen, Bagatellgrenzen etc.

 

Es soll daher nun ein Rahmenprojekt für kleinere Maßnahmen als Querschnitt aus allen Handlungsfeldern und Leitmaßnahmen beantragt werden, mit dem kleine Vorhaben bis zu gewissen Schwellenwerten und nach bestimmten Kriterien unbürokratisch finanziert werden können. Dabei sollte der finanzielle Rahmen pro Maßnahme nicht mehr als 3.000,-€ betragen.

Das Projekt richtet sich vor allem an Bürger/innen, Ehrenamtliche, Vereine und sonstige kleinere private Träger aus der gesamten LEADER-Region angesprochen, denen man durch eine LEADER-Förderung „auch mal was Gutes tun kann“. Dadurch wird die Bekanntheit des LEADER-Programms in der Region gesteigert und der Effekt erzielt, dass LEADER nicht immer nur als ein „Closed Shop“ für hauptsächlich kommunale Interessen gesehen wird, sondern Private im Sinne des Bottom-Up-Ansatzes auch einen einfachen Zugang zu Fördermitteln erhalten.

Projektziele:

Ziel ist es, den engagierten kleineren Partnern und Organisationen und den Bürger/innen die „Angst“ vor einem Förderprojekt (hohe Lasten & Verantwortung) zu nehmen und ihnen einen vereinfachten Zugang zur LEADER-Förderung zu ermöglichen damit sie ihre oftmals kleineren und guten Einzelmaßnahmen finanziert bekommen.

Angedacht sind hierbei Maßnahmen im Bereich digitale Medien und/oder Printmedien (Flyer, Broschüren), kleinere Infrastrukturmaßnahmen, Workshops mit Moderatoren/Experten, Veranstaltungen, Exkursionen etc.

Abgeleitet aus den 13 Oberzielen der LES Bocholter Aa müssen sich die einzelnen Maßnahmen mindestens einem der u.g. Themenblöcke zuordnen lassen:

  • Schaffung von präventiven und integrativen Angeboten in der Region
  • Angebote zur frühen Hilfe und Gesundheitsvorsorge
  • Maßnahmen zur Schaffung zukunftsfähiger Stadtquartiere
  • Maßnahmen zur Fachkräftesicherung und -gewinnung
  • Positive Imagebildung für die Landwirtschaft
  • Optimalere Flächennutzung in der Region
  • Ausbau der Regionalmarke Bocholter Aa
  • Optimierung des bestehenden Rad- und Wandertourismus
  • Förderung junger Ideen (Jugendliche, junge Generationen)
  • Kulturelle Angebote
  • Angebote im Bereich „Umweltbildung“
  • Klima- und Umweltschutz in Unternehmen
  • Ausbau der Biodiversität in der Region

Projektträger / Ansprechpartner: Verein der LAG-Region Bocholter Aa / Regionalmanagement Alexander Jaegers und Lioba Galliet (02561/979 9930, regionalmanagement@leader-bocholter-aa.de)

Projekt: Rahmenprojekt „LEADER für Bürger/innen“ – Antrag zurückgezogen